Sprachförderung

1. alltagsintegrierte Sprachförderung

Sprachförderung ist vor Allem dann effektiv, wenn sie früh beginnt. Deshalb werden Kinder ab ihrem ersten Tag in der KiTa in ihrer sprachlichen Entwicklung begleitet. Dabei geht es darum, Situationen aus dem Leben der Kinder so zu gestalten, dass sie die Möglichkeit haben, wichtige und positive Erfahrungen beim Erlernen der Sprache zu machen.

Wahrnehmung und Bewegungsförderung

  • Verknüpfung von Sprache mit Erfahrungen z.B. Riechen, Schmecken, Hören… helfen dem Kind, Wörter zu bilden.
  • Bewegungs-, Kreis- und Singspiele und Sinneserfahrungen regen zum Sprechen an.

Phonologische Bewusstheit

  • Worte sind Teile von Sätzen und Silben sind Teile von Worten
  • Reime bilden und erkennen
  • musikalische Früherziehung

Literacy

  • Sinnesverständnis
  • Vertrautheit und Freude mit/an Büchern
  • Schreibversuche aufgreifen

Bilderbuchbetrachtungen

  • Zuhören – Erzählen – Dialoge
  • japanisches Erzähltheater – Kamishibai
  • Bücher werden gezielt ausgewählt, zum Beispiel nach
    Entwicklungsstand, Thema, Sprache
  • Wissensvermittlung, Denkprozesse, Unterstützung der emotionalen Entwicklung
  • Wortschatzerweiterung
  • Ermitteln der Satzstruktur

Geschichten und Sprachanlässe

  • Textverständnis durch Hören, ohne Verbildlichung
  • fantasieanregend
  • Erzählanlässe durch Fotos und Gehörtem, Gefühls- und Meinungsäußerung
  • leichterer Zugang zum Lese-, Schreibverständnis
  • Portfolioarbeit
  • Sachwissen über aktuelle Themen, Projekte, Ausflüge

Symbol- und Rollenspiel

  • soziale Kompetenzen
  • Konflikte verbal lösen
  • Reden mit sich selbst
  • Wortschatzerweiterung über das Material

Von Januar 2016 bis Dezember 2016 hat unsere Einrichtung am Förderprogramm des Bundes „Sprach – KiTas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teilgenommen. Das Programm hat unserer Einrichtung bis Dezember 2016 eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle finanziert. Sie hat die besondere Aufgabe die alltagsintegrierte Sprachförderung langfristig in die konzeptionelle und praktische Arbeit zu installieren erfüllt. Ein wichtiger Bestandteil zur Begleitung der alltagsintegrierten Sprachbildung und –förderung ist das Beobachtungsinstrument „BaSiK“. Mithilfe dieses Beobachtungsbogens wird der jeweilige Sprachstand aller Kinder dokumentiert und mögliche Maßnahmen festgelegt.

Die Sprachstandsfeststellung erfolgt NICHT mehr mit Delfin 4!
Damit Sie einen Überblick über die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes erhalten, findet einmal jährlich unter Hinzunahme des Beobachtungsinstrumentes ein spezieller Elternsprechtag statt.

2. Würzburger Trainingsprogramm

Hören, Lauschen, Lernen – Petra Küspert/Wolfgang Schneider (Sprachspiele für Kinder im Vorschulalter)
Das Gruppentraining nach dem Arbeitsbuch „Hören, Lauschen, Lernen“ besteht aus sechs Übungseinheiten, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Die Spiele dieser Übungseinheiten verfolgen das Ziel, den Vorschulkindern Einblick in die Lautstruktur der gesprochenen Sprache zu vermitteln.
Durch die Spiele erfahren die Kinder den Klang von Lauten, Silben und Wörtern. Sie lernen, dass ein Satz aus einer unterschiedlichen Anzahl von Wörtern bestehen kann. Die Lauschspiele und Reime dienen dazu, dass die Kinder gezielt lernen, hin- und zuzuhören. Nicht nur das Sprachgefühl, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit der Vorschulkinder wird deutlich verbessert. Die Kinder lernen, länger und besser zuzuhören.

3. Konrad und Rita

(integrierte Förderung von Bewegung, Sprache und Literacy)
Das Konzept stellt eine Verbindung zwischen den drei in der frühkindlichen Bildung wesentlichen Bereichen: Sprache, Literacy und Bewegung dar. Es verknüpft die Lust der Kinder an Bewegung und die Freude am Spiel mit Sprache. Es weckt die Neugier auf Geschichten, die sie faszinieren, die sie in Bewegung bringen, zum Nachahmen und Verändern auffordern und mit denen sie sich identifizieren können. Aus den Geschichten lassen sich gleichermaßen Sprach- und Bewegungsanlässe ableiten. Sie regen die Kinder dazu an, sich in vielfältiger Weise sowohl mit ihrem Körper als auch mit ihrer Sprache auszudrücken.
Konrad und Rita sind die Hauptakteure der Geschichten. Die Kinder können sich mit den beiden Freunden identifizieren: So erleben sie Konrad, das langsame, bedächtige Känguru, das eher ängstlich und auch ein bisschen träge und schwerfällig ist und das sich eigentlich nicht gerne bewegen will. Sie treffen Rita, die superschnelle und mutige Rennmaus, die immer wieder versucht, ihren Freund Konrad auf Trab zu bringen, die nicht still stehen kann, oft quirlig und manchmal auch etwas unvorsichtig ist.
Die Welt dieser beiden ist voller spannender Abenteuer und trotz aller Gegensätze bleiben sie immer beste Freunde.

4. zusätzliche Angebote

  • Logopädische Sprechstunde / Logopädische Behandlung:
    Von März 2016 bis August 2017 hat Frau Dipl. Heilp. Vossen – Greib (Sprachtherapie) in unserer Einrichtung und  montags von 9 – 11 Uhr eine logopädische Sprechstunde angeboten. Dies übernimmt ab September Frau                 .  Sie können sie montags in ihrer Sprechstunde kennenlernen und mit ihr allgemeine Fragen zu der sprachlichen Entwicklung und Ihren Unterstützungsmöglichkeiten besprechen. Darüber hinaus führt sie bei Kindern, deren Eltern dies wünschen und die eine ärztliche Verordnung erhalten die logopädische Behandlung durch.
  • Vorlesepaten:
    Jeden Mittwoch 14:30 – 15:00 Uhr kommen Vorlesepaten, in Kooperation mit der öffentlichen Bücherei St. Martin, in unsere KiTa und erzählen den Kindern in ihrer eigenen Muttersprache eine Bilderbuchgeschichte. An welchem Tag in welcher Sprache erzählt wird, entnehmen Sie dem Aushang.
  • Muttersprachler:
    Zu unserem fachpädagogischen Team gehört 1 Muttersprachlerin der Russischen Sprache.
    Dies vermittelt Kindern mit der gleichen Muttersprache über die vertrauten Worte und Sprachmelodien das Gefühl von Sicherheit.
    Ihnen als Eltern bietet es zudem eine Möglichkeit zu einer gelungenen Kommunikation.
  • Bücherkiste:
    Am Empfang steht immer eine Kiste mit einer Auswahl an Büchern, die zu den aktuellen Themen passen. Diese können von Kindern für eine Woche ausgeliehen werden.